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gedanken von heute

die frage die mich heute sehr stark beschäftigt hat ist: was ist vertrauen? eine sehr einfache frage, ich weiß. eigentlich nix, worüber man sich unnötig viele gedanken machen sollte. ich jedoch seh das anders. aus aktuellen anlässen hab ich sehr stark über dieses wort "vertrauen" nachgedacht. als ich noch ein kleiner hosenscheißer war, war vertrauen für mich ein sehr leicht dahingesagter begriff. gehemnisse wurden erzählt, unter dem versprechen, dass es kein anderer erfährt - und die anderen haben es trotzdem erfahren. nicht sehr vertrauenswürdig, diese kinder... aber umso älter ich geworden bin, umso mehr is mir klar geworden, dass vertrauen ned nur is, dass man jemandem etwas erzählen kann, und der erzählts nicht weiter. vertrauen is viel mehr. ein tief verankertes gefühl des zusammenhaltes. nicht etwas leicht dahingesagtes, nein, etwas total wertvolles. vertrauen heißt zu wissen, dass man in jeder situation auf einen zählen kann. wenn man jemandem vertraut, weiß man, dass man von dem nicht enttäuscht wird. vertrauen heißt auch, dass man auch in ungewohnten situationen zueinander steht. dieses "lass dich nach hinten fallen, ich fang dich auf" hat für mich nix mit vertrauen zu tun, lediglich mit reaktion. man kann das vertrauen von menschen nicht gewinnen, indem man sie einmal auffängt. wär ja zu einfach. vertrauen ist etwas wertvolles, um das man sich bemühen muss. vertrauen ist auch etwas, um das man sich bemühen sollte. eine beziehung ohne vertrauen ist ein auto ohne motor - schön zum drin sitzen, aber weit kamma damit nicht fahren (ausser bergab vielleicht... naja gemäß dem tunneleffekt könnte man sogar unendlich weit damit fahrn, aber das is ja eher ein quantenmechanischer effekt und auf zwischenmenschliche beziehungen vielleicht nicht unbedingt 100% projezierbar...). nur die frage hier ist klarerweise: wie kann ich das vertrauen eines menschen gewinnen? und noch eine wichtige frage: wieso heißt es eigentlich vertrauen gewinnen? ist es ein spiel? ist es spass? ich hoffe mit dem schon oben geschrieben gezeigt zu haben, das es kein spass is und auch nichts, womit man spielen sollte, also finde ich diese phrase nur lächerlich...
nun denn, wir waren bei der ERLANGUNG des vertrauens... es ist ein zwischenmenschliches gefühl, wie freundschaft und liebe (für mich stehen die 3 nicht nur im überbegriff "zwischenmenschliches gefühl" in einer beziehung, sondern viel mehr unter dem wort "liebe" selbst, weil vertrauen die voraussetzung für freundschaft und liebe ist und freundschaft für mich auch eine art liebe ist, vlt bisschen übertrieben gesagt, aber ich steh dazu, zumindest wenns um eine gute freundschaft geht) und erfordert daher auch die gleichen maßnahmen um es zu erlangen. vertrauen braucht zeit. es is nur nicht immer leicht sich zeit zu nehmen, wenn zwischen 2 menschen die ansichten völlig unterschiedlich sind. woher weiß A, dass B A noch nicht vertraut? wann weiß A dass B ihm vertraut? wann is vertrauen da? von heute auf morgen? wie kann ich jemandem beweisen, dass mir derjenige vertrauen kann. es steckt hinter dem wort vertrauen doch etwas mehr als ich mir manchmal denke. es is eine komplexe welt an gefühlen, verbindungen, etc.
andere frage: wieso gibts eigentlich zwischen und in menschen gefühle, die man nicht beschreiben kann? wie beschreibt man freundschaft? wie beschreibt man liebe? wie beschreibt man einen geruch? wieso reicht unsere sprache nicht dafür aus? gefühle sind doch was menschliches, und die sprache ist von menschen erschaffen - wieso wurde die sprache also nicht so erschaffen, dass man solche gefühle in worte fassen kann? wenn man das nüchtern und mathematisch betrachtet kann man gefühle doch beschreiben, aber immer nur näherungsweise - mit metaphern, vergleichen... viele stilistische mittel sind nötig, um etwas nur näherungsweise zu beschreiben. völlig absurd eigentlich. wenn ich durch die wand will, geh ich auch durch die tür und ned rund herum, oda? ich mein, die menschheit strebt ja immer nach einfachheit. alles muss für alle so einfach wie möglich sein. wieso dann nicht die sprache? wobei mir grad einfällt: hat die sprache was mit dem intellekt der menschen zu tun? gibt es sprachen, die einen höheren intellekt fördern und andere, die einen weniger hohen fordern? wie wirkt sich die sprache auf die entwicklung aus? es ist ja gewissermaßen erwiesen, dass sich das umfeld auf einen menschen auswirkt, ständig. aber zum umfeld gehört doch die sprache dazu - wie also hängt die sprache in der ganzen sache mit drin?
ja naja, viel gerede um nix, gscheiter bin ich jetzt ned und erleuchtet auch ned. naja was soll man tun. die erleuchtung strebt man sowieso ein leben lang an, ohne sie zu finden. ich könnt mich jez ja fragen was is erleuchtung, aber ich bin zu müde um zu denken. ein anderes mal vielleicht.
salut.
10.4.07 20:54
 


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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Trixi / Website (11.4.07 01:27)
(Teil 1)
Ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll...

Also:
Als ich begonnen hab den Blog zu lesen war ich frustiert... absolut frustriert sogar... mir ist zum mal so richtig bewusst geworden, dass es eigentlich kaum Menschen in meinem Leben gibt denen ich wirklich zu 100% vertraue. Natürlich gibt es einige Menschen mit denen ich gut reden kann... der eine ist gut um über Beziehungen zu reden, beim anderen kann man sich über Lehrer auslassen und der dritte ist stehts zur Stelle wenn man jemanden braucht um sich mal abzulenken. Aber Menschen, mit denen man wirklich über alles reden kann, von denen man sich verstanden fühlt und auf deren rückhalt man bedingungslos zählen kann... solche Menschen gibt es wenige im Leben.
Ich habe mit Entsetzen festgestellt dass es in meinem Leben kaum solche leute gibt. So traurig es auch klingt... es gibt genau genommen eigentlich nur eine einzige Person der ich zu 100% vertaue. das ist leider eine traurige tatsache...
aber egal, das würde zu weit führen...

Also jetz mal zu deinem Text:
ich finde deine Definition von Vertrauen beeindruckend. Ist eine sehr reife Ansicht und ich muss sagen, dass ich noch nie eine so gute Erkärung dafür gehört habe... und ich bin froh dass du klar gemacht hat, dass dieses "lass dich zurückfallen" nicht vom vertrauen anghängt! Das entspricht ganz meiner meinung. Leider wird es jedoch für DAS Paradebeispiel für Vertrauen gesehn...


Trixi / Website (11.4.07 01:28)
(Teil 2)

Was du über die Liebe bzw die freundschaft geschrieben hast ist finde ich ein wirklicher schöner ansatz. irgendwie gefällt mir der gedanke dass es sich bei freundschaft auch um (eine Art) Liebe handelt. Außderdem sagt das viel über dich aus! Lass mich dich analysieren...
Die Tatsache dass du Freundschaft als Liebe interpretierst, lässt die Vermutung zu, dass Freundschaft bei dir einen hohen Stellenwert hat. Somit lässt sich schlussfolgernd sagen, dass dir deine Freunde viel bedeuten und dir Freundschaften im Leben sehr wichtig sind.
Na, hab ich recht?

Zur Frage woher man weiß ob man einer Person vertrauen kann, kann ich nur sagen: man weiß es einfach... ich denke nicht dass es bestimmte anzeichen gibt die einen erkennen lassen, dass man vollstes vertrauen zu einer person hat. vertrauen ist etwas das sich still und leise entwickelt. und irgendwann "steht" man einer Person gegenüber, sei es jetz real oder auf elektronischem wege, und man weiß es ganz einfach... man weiß dass man einer person vertrauen kann. das braucht keine anzeichen...
Blöd ist nur wenn man sich in einer Person täuscht und einem die Person, zu der man Vertrauen hat nicht selbiges entgegenbringt oder das vertrauen sogar bricht. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie schlimm das ist... aber wie du schon gesagt hast, kinder können grausam sein...


Trixi / Website (11.4.07 01:29)
(Teil 3)

Zum Schluss möchte ich noch kurz was zum Problem der "beschränkten Sprache" sagen:
Wie oft hab ich mir schon gedacht "wie sag ich der person was ich für sie empfinde oder über sie denke?" Leider kommt es dann immer nur zu den standart-phrasen wie "ich hab dich lieb" oder "du bist toll", die bereits jegliche Bedeutung verloren haben und somit als praktisch "leere" phrasen keinem gefühl mehr gerecht werden können. es bleibt einem jedoch nichts anderes übrig als sich dieser Floskeln zu bedienen, da unsere sprache leider sehr schnell an seine grenzen stoßt und man somit, so wie du es schon gesagt hast, nicht das gefühl direkt beschreiben kann. das geht nur über kilometerlange umwege und nicht einmal dann kann man seine gefühle richtig ausdrücken... gott sei dank können wir uns ja immer noch der Körpersprache bedienen. Wie heißt es so schön "Ein Blick sagt mehr als tausend Worte".

last but not least muss ich noch sagen: dein vergleich mit dem auto ohne motor und deine ausschweifung zur Quantenmechanik und zum Tunneleffekt haben, wie könnte es auch anders sein, mein Bild von dir wiedermal bestätigt! Und immer wieder bin ich verblüfft von dir...

Nun gut... ich denke ich belasse es mal dabei... Irgendwie bringe ich heute ohnehin kein sinnvollen Sätze mehr zustande, geschweige denn einen inhaltlich und grammatikalisch korreten text.


Trixi / Website (11.4.07 01:30)
(Teil 4)

Also, ich bin wieder mal ziemlich begeistert von deinem Blog. Dieser hat mich jedoch seeehr nachdenklich gestimmt und auch ziemlich deprimiert... ziemlich sehr deprimiert sogar.
Aber ich finde es toll dass du dich mit solchen Themen beschäftigst. Die meistens nehmen solche dinge einfach als gegeben hin... naja, dass du ein Denker bist ist ja kein Geheimnis. Man wird dich mal in einem Atemzug mit Platon und Aristoteles nennen.

Na gut, ich entschuldige mich für alle Rechtschreib- und Grammatikfehler und alle inhaltlichen Unklarheiten. du musst verzeihen... es ist schon spät...

Jedenfalls danke ich für diesen Text, der mich wieder mal dazu veranlasst hat über gewisse Dinge nachzudenken... danke

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